Pressemitteilungen

HAZ vom 11.11.2022

Wider das Vergessen

Gedenkfeier im Rathaus: Projektgruppe Stolpersteine und Stadt erinnern an Opfer des Nationalsozialismus / Schweigemarsch zu Stolpersteinen

Von Katja Eggers

Dauerhaftes Projekt: Die Jungen und Mädchen der Grundschule Breite Straße suchen die Stolpersteine an der Mittelstraße auf. Foto: Katja Eggers

Vor 84 Jahren, am 9. November 1938, riefen die Nationalsozialisten dazu auf, jüdische Geschäfte und Synagogen zu zerstören. Die Judenverfolgung erreichte mit der Reichspogromnacht eine neue Dimension. In Sehnde haben die Stadt und die Projektgruppe Stolpersteine, die die Geschichte der vertriebenen Juden in Sehnde aufarbeitet, an diesen Schicksalstag der deutschen Geschichte einmal mehr mit einer Gedenkfeier erinnert.

Bevor im Saal des Rathauses vor allem Reden und Vorträge in den Vordergrund rückten, machten Mädchen und Jungen der Grundschule Breite Straße mit dem Lied „Anders als du“ auf die Unterschiedlichkeit der Menschen aufmerksam. Die Grundschule ist seit 2011 Patin für die Stolpersteine der jüdischen Familie Rose an der Sehnder Mittelstraße und setzt sich mit dem Schicksal der ehemaligen Schülerin Gerda Rose und ihrem Bruder Hans-Georg Rose auseinander. Anlässlich der Gedenkfeier hatte die Grundschule am Vormittag einen Schweigemarsch zu den Stolpersteinen unternommen.

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Musikalischer Auftakt: Die Klasse 4a der Grundschule Breite Straße singt das Lied „Anders als du“. Quelle: Katja Eggers


HAZ vom 01.10.2022

Passgenau lüften: Stadt Sehnde will Klassenräume mit CO2-Ampeln ausstatten

Um das Risiko von Corona-Infektionen zu minimieren, will die Stadt Sehnde ihre Schulen mit sogenannten CO2-Ampeln ausstatten, um gezielter lüften zu können. Die Kosten für 260 Messgeräte liegen bei 65.000 Euro – dafür sollen Fördermittel in Höhe von bis zu 52.000 Euro beantragt werden.

von Katja Eggers

Misst die Aerosole in der Raumluft: Durch den Einsatz von CO2 -Ampeln soll in Klassenzimmern künftig passgenauer gelüftet werden. © Quelle: Hauke-Christian-Dittrich/dpa (Symbolbild)

Der Herbst ist da – und mit ihm könnten auch die Corona-Infektionszahlen wieder steigen. Um dieses Risiko zu minimieren, will die Stadt ihre Schulen mit CO2-Ampeln ausstatten. Diese Geräte messen die Konzentration von Aerosolen in der Raumluft und sollen die Lüftungsintervalle künftig passgenauer steuern. Denn das regelmäßige Lüften von Unterrichtsräumen bleibt laut dem städtischen Fachdienstleiter Wolfgang Bruns auch weiterhin der zentrale Baustein, um den Schutz vor Infektionen bestmöglich sicherzustellen.

Die CO2-Ampeln geben nach dem Ampelsystem den Hinweis, wann die Fenster zu öffnen und auch wieder zu schließen sind. Sie können so im Winter helfen, sowohl ein zu geringes als auch zu häufiges Lüften zu verhindern. „Derzeit lüften die Schulen nach Gefühl und mit Blick auf die Uhr in 20-Minuten-Intervallen“, sagt Bruns. In den Pausen blieben die Fenster häufig komplett auf. „Und dagegen anzuheizen kostet viel Energie“, betont Bruns.

Der Herbst ist da – und mit ihm könnten auch die Corona-Infektionszahlen wieder steigen. Um dieses Risiko zu minimieren, will die Stadt ihre Schulen mit CO2-Ampeln ausstatten. Diese Geräte messen die Konzentration von Aerosolen in der Raumluft und sollen die Lüftungsintervalle passgenauer steuern. Denn das regelmäßige Lüften von Unterrichtsräumen bleibt laut dem städtischen Fachdienstleiter Wolfgang Bruns auch weiterhin der zentrale Baustein, um den Schutz vor Infektionen bestmöglich sicherzustellen.

Die CO2-Ampeln geben nach dem Ampelsystem den Hinweis, wann die Fenster zu öffnen und auch wieder zu schließen sind. Sie können so im Winter helfen, sowohl ein zu geringes als auch zu häufiges Lüften zu verhindern. „Derzeit lüften die Schulen nach Gefühl und mit Blick auf die Uhr in 20-Minuten-Intervallen“, sagt Bruns. In den Pausen blieben die Fenster häufig komplett auf. „Und dagegen anzuheizen kostet viel Energie“, betont Bruns.

Fördergeld steht bereit

Für die CO2-Ampeln kann die Verwaltung Fördermittel beantragen. Der Rat hat dafür bereits grünes Licht gegeben. Laut den Förderrichtlinien könnte die Stadt sich zudem die Anschaffung technischer Anlagen bezuschussen lassen, die laut Beschlussvorlage „das regelmäßige Lüften mit einem ausreichenden Luftaustausch sicherstellen“. Dazu gehören zum Beispiel einfache Zu- und Abluftanlagen oder automatisierte kontrollierte Fensterspaltöffnungen. Bruns stellt deren Wirkungsweise allerdings infrage: „Wir wissen nicht, wie energetisch das letztendlich ist.“

Auch die Möglichkeit, einen Förderantrag für die Anschaffung von mobilen oder stationären Luftreinigungsgeräten zu stellen, schließt der Fachdienstleiter aus. Der Umsetzungsrahmen sei dafür schlicht zu kurz. Denn die Förderrichtlinie sieht vor, dass die Anträge bereits bis zum 31. Oktober gestellt werden müssen. Bis zum 31. Dezember erteilt die Förderstelle dann die Bescheide – die Geräte müssen jedoch schon bis zum 31. Dezember 2023 bezahlt sein. „Das ist in einem Monat nicht machbar, zumal Lüftungsgeräte derzeit mitunter Lieferzeiten von bis zu 40 Wochen haben“, erklärt Bruns. CO2-Ampeln könnten deutlich schneller geliefert werden.

Mobile Luftfilter hatte die Stadt auf eigene Kosten bereits im vergangenen Jahr für die ersten bis sechsten Klassen angeschafft. Die Geräte sollen zum Herbst auch wieder aufgestellt werden. Um die Förderung in Anspruch nehmen zu können, wird die Stadt nun ausschließlich die CO2-Ampeln beantragen. Die Verwaltung geht von rund 260 Geräten für den gesamten Schulbereich aus. Bei maximal 250 Euro pro Gerät wären dies Ausgaben von rund 65.000 Euro. Bei einer maximalen Förderung könnten 52.000 Euro davon erstattet werden.

Verwaltung ermittelt Bedarf

Die Verwaltung fragt derzeit bei den Schulen den Bedarf ab. Einige haben laut Bruns bereits CO2-Ampeln angeschafft, zum Beispiel über ihre Fördervereine. Der Fachdienst will Anfang Oktober die Förderanträge stellen. Bruns geht davon aus, dass die Messgeräte dann frühestens Anfang des nächsten Jahres da sind.

 


Stadtfeuerwehr Sehnde vom 27.09.2022

Brandschutzerziehung in der GS Breite Straße

Mitglieder aus der Ortsfeuerwehr Bolzum sowie der Jugendfeuerwehren Bolzum/Wehmingen und Müllingen/Wirringen besuchten am 15. und 16.09. das Projekt „Feuer und Brandschutz“ der 4. Klassen der Grundschule Breite Straße in Sehnde. Sie kamen nicht zu Fuß und in Privatkleidung, sie kamen so, wie man sich richtige Feuerwehrleute vorstellt. Eine anziehende Wirkung hatte das Feuerwehrfahrzeug aus Bolzum, welches die Einsatzkräfte mit gebracht hatten um eine anschauliche Darstellung zu bieten.

Löschfahrzeug aus Bolzum – Photo: Stadtfeuerwehr Sehnde

An verschiedenen Stationen wurde unter anderem das Absetzen eines Notrufs simuliert und auch geübt, Experimente mit Feuer durchgeführt und das Verhalten im Brandfall besprochen. In der Turnhalle Breite Straße konnten die Schulkinder einen mit Theaternebel verrauchten Parcours durchqueren. Auf dem Hof Falkenhagen wurden am Brandsimulator eine Fett- und Spraydosenexplosion gezeigt und die Schutzkleidung der Feuerwehr sowie das Bolzumer Löschfahrzeug präsentiert. Die Mitglieder der Feuerwehr betreuten zwei Stationen und unterstützen die Lehrkräfte an den weiteren Stationen.

An einer Station wurde den Kindern die Fettexplosion vorgeführt. – Photo: Stadtfeuerwehr Sehnde

„Wichtig in der Brandschutzerziehung ist auch, dass die Kinder die Angst vor der Feuerwehr verlieren. Wenn die Feuerwehr kommt ist es sehr laut, wir sehen in unserer Kleidung und den Atemschutzmasken auch sehr ungewöhnlich aus, sprechen laut und die Stimme klingt verfremdet. Kinder neigen in Gefahrensituationen sich zu verstecken und genau das Gegenteil sollen sie in dem Fall machen, sie müssen sich bemerkbar machen und das wollen wir den Kindern in der Brandschutzerziehung vermitteln“, sagt Stefanie Worm vom Brandschutzerzieherteam. Alle Beteiligten waren am Ende der Veranstaltung einig, die vorbeugende Brandschutzerziehung ist wichtig und müsste mehr genutzt werden.


SEHNDE NEWS vom 24.09.2022

Erstes gesundes Frühstück in der Grundschule Breite Straße nach dem Wechsel

von Jörg-Peter Hellerling

Das neue Orga-Team: Sina Reimann, Daniela Heuer und Janine Wolter (v.li.), im Hintergrund wirken die fleißigen Eltern – Foto: J. Reimann

Der Förderverein der Grundschule Breite Straße veranstaltete am Freitag, 23.09.2022, das 1. gesunde Frühstück in diesem Schuljahr. Schon am Tag zuvor fanden die ersten Vorbereitungen im Bereich der Mensa und Küche statt.

Freitag ab 7.30 Uhr wurden dann die frischen Brötchen abgeholt und mit den ebenfalls regionalen Zutaten belegt. Es gab verschiedene Geflügelwurstsorten, Mortadella vom Schwein, Käse, Bio-Eier, Gemüse und reichlich Obst – zusätzlich in gewohnter Tradition auch Müsli mit Joghurt oder Milch. Das gesunde Frühstück wurde dieses Mal bereits von dem neuen Organisationsteam geplant und mit sehr vielen motivierten Eltern zu einem vollen Erfolg geführt.

Ein Blick auf frisches Obst und die Käseplatte – Foto: J. Reimann

Janine Wolter, Sina Reimann und Daniela Heuer hatten die Anregungen der Lehrerschaft sowie die Erfahrungen der vorhergehenden Aktionen umgesetzt. Erstmals wurde eine 4. Ausgabenstelle im Altbau aufgebaut. Diese war speziell für die 1. Klassen ausgerichtet, das bewies sich als die richtige Entscheidung.

„Wir als Förderverein freuen uns, dass es einen so reibungslosen Übergang der Organisation zu unserem neuen dreier Orga-Team gegeben hat und dass auch die neuen Ideen gut angenommen werden. Doch ohne die vielen mithelfenden Eltern wäre dies aber in dieser inzwischen sehr großen Form nicht möglich gewesen. Dankeschön auch an die unterstützenden Lehrkräfte sowie die Schulleitung!“, so Jens Reimann vom Förderverein der Grundschule und blickte nach vorn. „Wir freuen uns jetzt schon auf weitere Aktionen rund um die Grundschule und planen bereits vor Weihnachten ein weiteres Highlight zur abendlichen Stunde.“


SEHNDE NEWS vom 13.09.2022

Start ins Schulleben mit Sockentheater und Löwe

von Jörg-Peter Hellerling

Einschulungstag in der Grundschule Breite Straße – Foto: JPH

Geburt, Beginn der Kindergarten-Zeit … und dann kommt mehr oder minder schnell der Tag der Einschulung. Und plötzlich sind die Kinder gar nicht mehr so klein.

In diesem Jahr fand die Einschulung an der Grundschule Breite Straße am Sonnabend, 27. August, statt. Die Veranstaltung wurde wegen des für den Einschulungstag prognostizierten Regenwetters kurzfristig in die Sporthalle verlegt und fand wieder in zwei Durchgängen statt. So waren nun deutlich weniger Corona-Regeln zu beachten. Zum Beginn wurden die Schülerinnen und Schüler der vier neuen ersten Klassen in der Sporthalle begrüßt. Große Klassenkerzen mit den Anfangsbuchstaben der Vornamen zeigten an, wer in welche Klasse kommt.

Mit Spaß die Schule erklärt

Auch wenn Schule nicht jeden Tag gleich lustig und toll sein kann, darf der Spaß nicht zu kurz kommen. So begannen die Darbietungen der Einschulungsfeier mit dem lustigen Sockentheater Mana Mana, das die vierte Klasse von Claudia Holzapfel einstudiert hatte.

Nicht jedem Kind ist am ersten Schultag bereits klar, welchen tieferen Sinn all die jetzt zu erlernenden Fähigkeiten und Fertigkeiten haben. Die vierte Klasse von Anika Jacob erklärte es mit der Geschichte vom „Löwen, der nicht lesen und schreiben konnte“ ganz einfach. Er möchte so gern Kontakt zu einer hübschen Löwendame aufnehmen, die er lesend unter einem Baum sitzen sieht. Zu solch einer schlauen Löwendame nimmt man am besten über einen Brief Kontakt auf, das weiß er. Wenn man selbst aber nicht schreiben kann, ist man auf andere angewiesen, wie den Affen, das Nilpferd, den Mistkäfer, das Krokodil oder den Geier. Diese Tiere leben aber in ihrer eigenen Welt und können gar nicht ausdrücken, was der Löwe eigentlich sagen möchte. Zum Glück wird die Löwendame nach einigen Fehlversuchen mit verschiedenen Schreibern auf den verzweifelten Löwen aufmerksam und bringt ihm aus Liebe das Leben und Schreiben bei.

In der Grundschule Breite Straße gab es in diesem Jahr wieder ein besonders
breites Programm anlässlich der Einschulung – Foto: C. L

Weitere Höhepunkte der Einschulung waren Lieder über die verliebten Zahlen und den Wert der Freundschaft, die die Klassen von Jana von Schlippe und der Schulleiterin Annika Knauth-Pintag vortrugen. Das Thema „Freundschaft“ wurde auch von der Schulleiterin und Pastorin Damaris Frehrking aufgegriffen. Letztere hatte wieder ihren lustig-vorlauten, trotzdem nachdenklichen Raben „Helmut“ dabei.

Erster Schulbesuch nach der Begrüßung

Nach dieser Begrüßungsveranstaltung gingen die Kinder mit ihren Klassenlehrerinnen in die Schulräume, während Eltern und Großeltern sich auf dem Schulhof bei Muffins, Donuts und Laugengebäck sowie Kaffee, Saftschorle und Wasser stärken konnten. Bei dieser Gelegenheit informierten sich viele über die Arbeit des Fördervereins oder holten ihre im Rahmen einer Mitgliedschaft kostenlosen Trinkflaschen ab. Die hübschen T-Shirts des Fördervereins waren ebenfalls wieder im Angebot. Bereits beim sogenannten nullten Elternabend vor den Ferien waren eine ganze Reihe von Eltern der neuen Erstklässler dem Förderverein beigetreten. Weitere folgten auf der Einschulungsveranstaltung.

Gegen 12.30 Uhr ging der gelungene Einschulungstag, der hoffentlich bei vielen Kindern Appetit auf „mehr Schule“ gemacht hat, zu Ende.


SEHNDE NEWS vom 25.08.2022

Dankeschön: Acht Jahre „Gesundes Frühstück“ an der Grundschule Breite Straße

von Jörg-Peter Hellerling

Yvonne Ochs (li.) und Ingo Rohlf (re.) vom Förderverein verabschieden Yvonne Wittchen – Foto: FöV Breite Straße

Acht Jahre sind eine lange Zeit im Leben. In „Grundschul-Zyklen“, wo die Kinder in der Regel vier Jahre lang auf ihrer ersten Schule bleiben, sind sie es erst recht. Genauso lange hat Yvonne Wittchen an unserer Grundschule Breite Straße das „Gesunde Frühstück“ und den „Gesunden Pausensnack“ betreut.

Sie hat sich dabei nicht nur um die Vorbereitung gekümmert, sondern auch den Einkauf erledigt sowie die Helfer für das Eierkochen im Vorfeld des Frühstücks und bei den Veranstaltungen selbst koordiniert. Das war eine Zeit, in der viel passiert ist. So gab es die regelmäßigen Frühstücke im Laufe des Schuljahres, spezielle „Gesunde Snacks“ vor den Sommer- und Weihnachtsferien, ein großes Frühstück im Rahmen der 125 Jahr-Feier der Schule, die erzwungene Pause während eines Teils der Corona-Pandemie und das leckere Frühstück im Rahmen des Wandertags vor den diesjährigen Sommerferien.

Obst, Gemüse, belegte Brötchen und gekochte Eier waren feste Bestandteile des Frühstücks, oft kamen auch noch solche Leckereien wie Müsli und Vanille-Joghurt hinzu. Ein ganz besonderes Highlight waren die Gurken-Krokodile: lange Gurken-Schnauze, Mozzarella-Kugeln als Augen, Möhren- oder Paprika-Zunge und ein „Panzer“ aus Gouda, Weintrauben und Mini-Tomaten – da läuft einem schon beim Anschauen das Wasser im Munde zusammen. Der Förderverein der Grundschule Breite Straße dankt Yvonne Wittchen für ihr großes Engagement, ihre tollen Ideen und ihre Zuverlässigkeit – vor allem im Namen der Schüler. Das war alles andere als selbstverständlich. Sie verlässt das Frühstücksbüfett, aber das „Gesunde Frühstück“ und der „Gesunde Pausensnack“ gehen demnächst unter neuer Regie weiter.


SEHNDE NEWS vom 27.06.2022

Sehnder Grundschule geht Baden: Snacks vom Förderverein

von Jörg-Peter Hellerling

Ein kleiner Teil der aktiven Mitglieder bei der Ausgabe: Sina Reimann, Daniela Heuer, Nadine Schmidt und Eugenia Böcker (v.li.) – Foto: Privat

Die Grundschule Breite Straße hat am vergangenen Freitag, 24.6.2022, das schöne Wetter genutzt und ihren jährlichen Wandertag veranstaltet. Dieses Jahr sollte es „feucht-fröhlich“ zugehen und die Schulkinder gingen deshalb mit ihren Lehrkräften gemeinsam und in Jahrgangsgruppen in das schöne und beheizte Sehnder Waldbad.

Hier trafen dann alle Jahrgänge wieder aufeinander und verbrachten einen schönen Vormittag. Zur zusätzlichen Aufsicht der Bademeister stellte das DLRG-Team aus Höver weitere Rettungsschwimmer und der tiefe Schwimmerbereich war aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Imbiss vorbereitet

„Wir als Förderverein der Grundschule Breite Straße, freuen uns, diese Aktion erneut begleiten zu dürfen“, sagt Jens Reimann vom Förderverein der Grundschule Breite Straße. Schon früh morgens trafen sich Eltern in der Schulmensa, um einen gesunden, vegetarischen Snack vorzubereiten. Hierbei wurden Möhren, Gurken, Paprika, Kohlrabi sowie Äpfel und Birnen geschnitten und auch Pflaumen sowie Bananen und Weintrauben vorbereitet. „An dieser Stelle möchten wir uns auch bei den Sehnder Geschäftsleuten bedanken, die uns immer wieder mit gedeckelten Einkaufspreisen oder Spenden unkompliziert unterstützen, vielen herzlichen Dank!“ so Reimann.

Angebot gut angenommen

Nach der Zubereitung der Snacks haben die Vereinsmitglieder diese zum Waldbad gebracht und den Schulkindern kostenfrei angeboten. Von diesem Angebot wurde reichlich Gebrauch gemacht und so manches Schulkind kam mehrfach an die Theke. „Wir freuen uns, dass wir erneut mit der GS Breite Straße eine Aktion durchführen konnten und freuen uns zusätzlich über die glücklichen Kinderaugen sowie die freundliche Zusammenarbeit mit den Lehrkräften. Ohne diese und unsere aktiven Mitglieder, wären solche Aktivitäten nicht möglich. Unser Fazit ‚Gerne wieder!“, fasst Reimann die Aktion zusammen.

Als nächste gemeinsame Aktion ist dem Verein zufolge geplant das in Kürze anstehende Sportfest der Grundschule wieder mit solch einem gesunden Snack zu unterstützen.

 


HAZ vom 10.05.2022

Runde um Runde Gutes tun

Grundschule Breite Straße veranstaltet Sponsorenlauf / Geld geht an ukrainische Flüchtlinge

von Antonia Grodd

Laufen für einen guten Zweck: Die Schülerinnen und Schüler freuen sich mit dem erlaufenen Geld, ukrainischen Flüchtlingen in Deutschland helfen zu können. © Quelle: Antonia Grodd

HAZ vom 03.02.2022

Sehnde wünscht sich zwei weitere Ganztagsschulen

 

In den nächsten Wochen müssen die Kinder in den Sehnder Grundschulen für die Einschulung im Sommer 2023 angemeldet werden. Bis dahin könnte sich an der Schulstruktur der Stadt aber noch einiges ändern.

Von Thomas Böger

In der Grundschule Breite Straße wird es immer enger. Ganztagsschulen sollen Entlastung bringen. Quelle: Katja Eggers (Archiv)

In den nächsten Wochen werden die Eltern von Kindern, die bis zum 30. September 2023 das sechste Lebensjahr vollenden, von der für sie zuständigen Grundschule (GS) Anmeldeunterlagen bekommen. Zumindest in der Kernstadt könnten sich diese Zuständigkeiten in den nächsten anderthalb Jahren allerdings noch ändern: Die Stadt strebt die Einführung von zwei weiteren Ganztagsschulen in der Astrid-Lindgren-Schule und in Ilten an.

Denn immer mehr Eltern möchten ihre Sprösslinge über die normale Unterrichtszeit in den sogenannten „Verlässlichen Grundschulen“ bis 13 Uhr hinaus in einer Ganztagsschule betreuen lassen. Das ist in Sehnde jedoch bisher nur in der Grundschule Breite Straße möglich. Nicht zuletzt deshalb platzt diese Schule inzwischen aus allen Nähten: Sie muss zum Teil auch Kinder aus anderen Schulbezirken aufnehmen, weil die Eltern einen Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung haben.

Erweiterungsmöglichkeiten sind eingeschränkt

Im laufenden Schuljahr besuchen nach Angaben des städtischen Fachdienstleiters Wolfgang Bruns mehr als 300 Jungen und Mädchen die Grundschule Breite Straße. Etwa 200 von ihnen nehmen am Ganztagsunterricht teil. Im nächsten Schuljahr werde aufgrund der Anmeldezahlen ein 16. Klassenraum benötigt, der voraussichtlich zulasten eines Fachraums eingerichtet werden muss, denn „wir sind dort mit Erweiterungsmöglichkeiten stark eingeschränkt“, sagt Bürgermeister Olaf Kruse.

Zum Teil könnte die Schule an der Breiten Straße durch eine Änderung der Schulbezirke entlastet werden, bestätigt Bruns. Die Astrid-Lindgren-Schule könnte mehr Schülerinnen und Schüler aufnehmen – wenn sie denn Ganztagsschule würde: Dann könnte der Hort dort entfallen und seine Räume für schulische Zwecke genutzt werden. Deshalb würde die Stadt es gern sehen, wenn die Astrid-Lindgren-Schule „so schnell wie möglich“ umgewandelt werden würde.

Kollegium müsste ein Konzept erstellen

Dazu müsste jedoch zunächst einmal das Kollegium ein Konzept erstellen und beim Land einen Antrag einreichen. Man sei im Gespräch mit der Schule, sagt Bruns, aber es sei fraglich, ob das noch bis zum Schuljahresbeginn 2023/24 zu schaffen ist. Einfacher sei es in Ilten: Dort ist ohnehin ein Neubau geplant und „das Kollegium hat sich auf den Weg zum Ganztagsbetrieb begeben“, berichtet der Fachdienstleiter.

Doch die Anmeldungen sollen jetzt erstmal unter den aktuell geltenden Voraussetzungen erfolgen. Die meisten Schulen schicken den Familien dazu die erforderlichen Formulare unaufgefordert zu. In den Ortsteilen gibt es aber zum Teil auch Informations- und Anmeldetermine. Für die GS Höver (Ortsteile Bilm und Höver) sind das Mittwoch, 20. April, von 8 bis 12 Uhr sowie Freitag, 22. April, von 15 bis 18 Uhr. In Ilten werden die Anmeldungen am Montag, 25. April, und Donnerstag, 28. April, jeweils von 10 bis 13 Uhr entgegengenommen. An der GS Rethmar (für Dolgen, Evern, Haimar und Rethmar) können die Eltern bei Bedarf telefonisch unter (05138) 8812 für Donnerstag, 28. April, zwischen 8 und 11 Uhr oder für Montag, 2. Mai, zwischen 13 und 15 Uhr einen Gesprächstermin vereinbaren.


HAZ vom 06.01.2022


HAZ vom 23.03.2020


HAZ vom 03.05.2019

Grundschüler setzen ein Zeichen gegen Ausgrenzung

Die Grundschule Breite Straße hat zu ihrem 120-jährigen Bestehen nicht nur sich selbst gefeiert, sondern auch ihrem ehemaligen jüdischen Mitschüler Hans-Georg Rose gedacht – und zwar mit Schweigemärschen, Papierrosen, einer Gedenktafel und einem Rosenstock.

 

Von Katja Eggers

Ein Rosenstock zur Erinnerung an Hans-Georg Rose: Felix (6) und Mia (7) befüllen den Blumentopf mit Erde. © Quelle: Katja Eggers

Schweigemärsche, Rosen aus Papier und im Topf, eine Gedenktafel und Kurzvorträge: Anlässlich ihres 120-jährigen Bestehens hat die Grundschule Breite Straße am Donnerstag eines ganz besonderen ehemaligen Mitschülers gedacht: Hans-Georg Rose (1927-1941). Rose war Jude. Seine Familie hatte in der Sehnder Mittelstraße ein Geschäft für Bettfedernreinigung. Hans-Georg Rose besuchte die Grundschule Breite Straße, musste sie nach massiver Ausgrenzung durch Lehrer und Mitschüler jedoch verlassen. 1941 wurde seine Familie in ein Konzentrationslager nach Riga deportiert, 1942 wurde Rose im Alter von 15 Jahren in einem Wald erschossen.

In Sehnde erinnern fünf Stolpersteine vor dem Haus an der Mittelstraße an die Familie Rose. Die 281 Mädchen und Jungen der Grundschule Breite Straße haben sie sich am Donnerstag angeschaut. Die Viertklässler hielten vor Ort Vorträge über das Schicksal der jüdischen Familie im Nationalsozialismus. Als Zeichen gegen Ausgrenzung hängten sie selbst gestaltete Rosenblüten aus Papier in die Bäume. Die älteren Jahrgänge hatten Statements wie „Mutig sein, sag Nein“ darauf geschrieben, die Jüngeren hatten gezeichnet – Figuren, die sich inmitten von Herzchen an den Händen halten zum Beispiel.

Die Schüler hängen ihre selbst gestalteten Papierrosen in die Bäume an der Mittelstraße. © Quelle: Katja Eggers

Schweigemärsche zu den Stolpersteinen

Auf die Frage von Schulleiterin Annika Knauth-Pintag, was man heute gegen Ausgrenzung tun könne, fielen die Antworten vielfältig aus. „Man soll hingucken“, „Wir können Lehrer zu Hilfe holen“ und „wir sagen ’spiel doch mit’“ waren nur einige Antworten der Schüler. Mit dem Thema Mobbing und Ausgrenzung hatten sich die Klassen im Vorfeld intensiv beschäftigt.

In Schweigemärschen gingen die Schüler zurück zu ihrer Grundschule. Auf dem Schulhof pflanzten sie für die Familie Rose einen Rosenstock. An Hans-Georg Rose erinnert dort nun auch eine Gedenktafel mit der Inschrift „Für den Frieden und das Gelingen einer besseren Welt“. Knauth-Pintag betonte, dass die Schule niemanden verurteilen, sondern vielmehr aus der Geschichte lernen wolle. „Auch die schreckliche Geschichte der Familie Rose gehört zu unserer Schule“, betonte Knauth-Pintag.

Musiklehrer Lukas Hembeck stimmt mit den Kindern das Schullied an.

An Hans-Georg Rose zu erinnern, liege ihr sehr am Herzen. Denn dessen Schwester Gerda Wassermann, die einzige noch Lebende der Familie Rose, hatte vor einigen Jahren den Wunsch geäußert, die Grundschule Breite Straße in Hans-Georg-Rose-Schule umzubenennen. Die Eltern der Grundschüler hatten das jedoch mehrheitlich abgelehnt. „Vor allem weil Schüler wissen sollten, warum ihre Schule so heißt, wie sie heißt, und das Thema Nationalsozialismus und Judenverfolgung gerade für jüngere Jahrgänge sehr komplex ist“, erklärte Knauth-Pintag.

Jüdische Familie darf nicht in Vergessenheit geraten

Historikerin Regina Runge-Beneke von der Gruppe Erinnerungskultur, die sich seit Jahren dafür einsetzt, dass die jüdische Familie aus Sehnde nicht in Vergessenheit gerät, begrüßte die Gedenkaktionen: „Wir leben heute in einem Deutschland, das Menschen in Not aufnimmt – und das tun wir auch im Namen von Hans-Georg Rose.“

Gerda Wassermann hatte ihre alte Heimat Sehnde 2007 und 2011 besucht. Auf dem jüdischen Friedhof in Bolzum gibt es für ihre Familie eine Gedenktafel. Die Grundschule Breite Straße ist seit 2011 Pate der Stolpersteine an der Mittelstraße.

Fünf Stolpersteine erinnern an die Familie Rose.

Am Rathaus steigen 280 Ballons zum Himmel auf

Zu ihrem 120-jährigen Jubiläum hat die Grundschule Breite Straße am Freitag auch in Sehndes Innenstadt auf sich aufmerksam gemacht. Die Mädchen und Jungen ließen vor dem Rathaus gemeinsam 280 Luftballons fliegen – einen für jedes Kind. Die Aktion hatte Symbolcharakter. „Jedes Kind ist Teil unserer Schule, das Wir und das Motto ’Fair geht vor’ stehen bei uns im Vordergrund“, betonte Schulleiterin Annika Knauth-Pintag und spielte damit auf die Gedenkaktionen vom Vortag an: Die Schule hatte an einen ehemaligen jüdischen Mitschüler erinnert, der die Schule im Nationalsozialismus nach massiver Ausgrenzung verlassen musste. „Heute dürfen wir Kinder mehr mitreden und werden ernst genommen“, erklärte ein Schüler vor dem Rathaus.

Jubiläumsaktion vor dem Rathaus: Die Kinder lassen 280 bunte Ballons zum Himmel aufsteigen.

Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke lobte die Entwicklung der Schule. Diese war 1899 an der Breiten Straße noch als Volksschule mit nur zwei Klassen für die Jahrgänge 1 bis 9 errichtet worden. Heute beheimatet sie 13 Klassen mit 281 Schülern. Auch Lehrke selbst ist dort vier Jahre Schüler gewesen.